Freitag, 1. Juli 2011

Arcade-Erinnerungen, Part I

Es alles begann in Italien, genauer gesagt in Dolcedo (Ligurien). Das malerische Dorf Dolcedo war seit ca. 1982 Ziel vieler Urlaube unserer Familie. Ich glaube, wir sind bis in die frühen 90er so ziemlich jeden Sommer dorthin gefahren.
In diesen Urlauben habe ich quasi im frühen Alter schon meine Begeisterung für Arcadespiele entwickelt. Noch heute sehe ich meinen Bruder und mich in der Dorfkneipe namens Tunu (zumindest damals) mit leuchtenden Augen vor dem Flipper und den zwei Arcadeautomaten stehen.

Hier sollte ich außer "Prego" und "Grazie" meine ertsten und wohl wichtigsten italienischen Worte lernen: "Cento Lire, prego". Mit diesen magischen Worten wechselte der Wirt den 1000 Lire Schein in zehn 100er Münzen, mit denen wir fortan die Automaten fütterten.
Im Laufe der Jahre wechselten die Spiele natürlich, aber an zwei kann ich mich noch bildlich erinnern. Diese Spiele sind Moon Patrol und (ganz besonders) Kung Fu Master (welches ich immer mit dem Schlabbern von Pfefferminz-Wassereis aus der Kneipenkühltruhe verbinde).


Kung Fu Master

Moon Patrol

Natürlich verbrachten wir den Urlaub aber nicht nur in Dolcedo, sondern tagsüber vornehmlich am Strand im nah gelegenen San Lorenzo. An der Strandbar standen selbstverständlich auch Automaten und ein Flipper, doch weitaus fantastischer war die an der Strandpromenade gelegene Spielhalle.

Spielhallen waren in Deutschland für Kinder und Jugendliche nicht zugänglich, aber in Italien war das überhaupt kein Problem. Im Gegegnteil - es waren eigentlich nur Kinder und Jugendliche dort anzutreffen.
Aus dieser Spielhalle mit ihren 20-30 Automaten ist mir besonders ein Spiel im Gedächtnis geblieben - ein Ballerspiel mit dem seltsamen Namen Xain'd Sleena. Das Teil war wirklich verflucht schwer und ich hab unzählige Münzen dort verfüttert.

Xain'd Sleena

Den Nnamen des Spiels wusste ich damals gar nicht und habe ihn erst vor ein paar Jahren durch Zufall im Internet erfahren. Ebenso wie die Tatsache, dass das Spiel unter anderen Namen (Solar Warrior, Soldier of Light) auch für den Heimgebrauch erhältlich war, was eine Anschaffung unumgänglich machte. Auch heute noch gehört dieses (immer noch echt schwere) Spiel zu meinen Lieblingen und die Erinnerungen an die ersten Runden wird hoffentlich immer präsent bleiben...

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